

Erbeutete Kriegsbanner wurden als hochgeachtete Zeichen des Schlachtengedenkens von den Siegern stets in Ehre gehalten und für die eigene Identitätsbildung herangezogen. 1462 erbeuteten die Bürger Gundelfingens dieses Kriegsbanner in der Schlacht von Giengen: Sie kämpften auf Seiten Herzog Ludwig des Reichen von Bayern-Landshut gegen den auf Grund des seit Jahren schwelenden Kriegs mit der Durchführung der Reichsacht betrauten Markgraf Albrecht Achilles und konnten sich bewähren. Kriegsbanner nehmen für die Taktik sowohl der Fußtruppen wie Panzerreiter der Heeresaufstellung eine zentrale Funktion und Stelle ein. Deshalb wurden sie besonders geschützt, da ihr Verlust in der Regel die Auflösung der geordneten Formation zur Folge hatte.