

Hinter dem Monogramm MZ verbirgt sich der Münchner Goldschmied Matthäus Zasinger. Seine Turnierdarstellung überträgt das Motiv erstmals auf das Medium des Kupferstichs und zeigt beispielhaft die Verbindung von Stadt und Turnier. Auf breitgelagertem Stadtplatz werden letzte Vorbereitungen zu Ritterspielen getroffen. Eine Sandbahn ist auf dem Straßenpflaster eingerichtet worden und wird zahlreich frequentiert. Manche Hinweise, nicht zuletzt der Narr am unteren Bildrand, deuten auf ein Turnier in der Fasnachtszeit. In den umliegenden Häusern nimmt das Publikum an den Fenstern wie auf Logenplätzen teil. Vergleichbar wurden auch die Ritterspiele anlässlich der Landshuter Hochzeit in der Mitte der alten Stadt abgehalten. Großveranstaltungen wie Turniere sind auf die Infrastruktur der Stadt angewiesen und erfordern die Unterbringung und Versorgung zahlreicher Reiter und ihrer Pferde und Möglichkeiten für die Abhaltung von Veranstaltungen wie Preisverleihung mit Tanz.