

Kaiser Maximilian I. setzt wie kein Herrscher zuvor die neuen Medien des Buchdrucks und des Flugblatts für seine Propaganda in Krieg und Frieden ein. Für die Großprojekte zu seinem Gedächtnis beschäftigt er die herausragenden Künstler seiner Zeit: Dichter und Schriftsteller, Graphiker, Maler und Bildhauer. Auch die Heldentaten von Weißkunig, Freydal und Theuerdank mehren diesen Ruhm des Kaisers, indem sie sein Leben in verschlüsselter Form erzählen. Wovon der Theuerdank berichtet, skizziert schon dessen vollständiger Titel: Die Gefahren und ein Teil der Geschichten des löblichen, streitbaren und hochberühmten Helden und Ritters Herrn Theuerdank. Das Vorwort ruft zur Nachahmung in teuerlichen ehrlichen Sachen auf. Allerorten und immerfort muss sich Theuerdank in Abenteuern wie Turnieren mit Gegnern messen, bis er am Ende der nachgeholten Brautfahrt schließlich den Hof der Erwählten erreicht.