Do, 13.08.2009
„Ritterwelten im Spätmittelalter“ ist die Ausstellung zur Landshuter
Hochzeit und in den Farben der Landshuter Hochzeit von 1475. Damals
wurde nicht nur sehr viel Geld für eine uniforme Hoftracht der
Landshuter ausgegeben, sondern auch für eigens angefertigte prächtige
Sättel und noch mehr für Renn- und Stechzeuge, die der Hof damals in
großer Zahl bei den Spezialisten für derartige Eisenkleider bestellte.
Auch wenn, wegen der Bedenken Kaiser Friedrichs III., kein Turnier
zustande kam, so fanden offenbar doch weit mehr Zweikämpfe zu Pferde
inmitten der Landshuter Altstadt vor dem Rathaus statt, als wir bislang
wussten. Damals war die Welt zu Gast bei Herzog Ludwig, der mit seiner
in am Königshof in Polen erfolgreichen Hochzeitpolitik die Gäste aus nah
und fern zum Staunen brachte. Die Ausstellung in der Heiliggeistkirche
führt mit Turnierhof und Ritterhaus in die Welt der Ritter des
Spätmittelalters ein. Einzigartige Sportzeuge und kostbare
Handschriften bringen die originale Atmosphäre der europäischen
Fürstenhochzeiten und der ritterschaftlich organisierten
Vier-Lande-Turniere nahe. Ritter trafen sich jedoch keinesfalls nur auf
dem Turnierplatz, sondern auch auf Schlachtfeld. So erzählt die
Ausstellung „Ritterwelten“ zugleich den Untergang von Bayern-Landshut
im Jahr 1504.
Das Bild zeigt einen typischen Turnierunfall: Zwei Ritter haben sich
gegenseitig bei einem Rennen aus dem Sattel gehoben. Dieser kolorierte
Holzschnitt stammt aus dem 1517 im Auftrag Kaiser Maximilians I. in
Augsburg gedruckten "Theuerdank". Diese Heldengeschichte erzählt in 118
Bildern den Weg des Bräutigams Maximilian im Mai bis August 1477 von
Wien nach Gent. Dort erwartet ihn Maria von Burgund, die einzige Tochter
des in der Schlacht von Nancy wenige Monate zuvor verstorbenen Karl des
Kühnen. Maximilian erleidet in den Niederlanden einen Kulturschock!
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Do, 17.09.
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